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Winfried Schmitz-Esser, Relationen der I. Klasse

Die allgemein verbreiteten "naiven" oder positivistischen Systeme, die auf bloßes Vorkommen und/oder Häufigkeit der Wörter abstellen, fußen auf grob vereinfachten Annahmen und stoßen auf engste Leistungsgrenzen.

Auch wenn das Beieinanderstehen ("Co-Occurrence") von Wörtern Berücksichtigung findet, wie dies in neueren Systemen der Fall ist, können die Ergebnisse nicht befriedigen. Erhebliche Unterschiede der Wirksamkeit zeigen sich insbesondere bei der Anwendung auf die einzelnen Sprachen, was der Gestaltung von Mehrsprachensystemen im Weg steht. Es fehlt ein drittes Element: Die Berücksichtigung jener überaus komplexen Relationen, die Schmitz-Esser in "Thesaurus and Beyond" [4,84 MB] Relationen der I. Klasse nennt.

Auch auf diesem hohen Niveau kommt er bei der Modellierung ohne Vereinfachung nicht aus. Er fasst die verschiedenen bekannten Typen aus Gründen der Praktikabilität zu nur zwei Fällen zusammen: die "Synonymie" und die "Polysemie", bezieht sie aber auf ganze Ketten von Wörtern bzw. Synthemen; er lässt sich dabei vom tatsächlichen Vorkommen in aktuellen Texten leiten und bleibt insofern für den Einsatz statistischer Verfahren offen.

Besondere Vorkehrungen sind für die Behandlung und Erkennung von Eigennamen (Instanziierungen) zu treffen. Wie diese aussehen können, dafür finden sich u. a. anschauliche, aktuelle Beispiele in "Muslimisches Kopftuch" [5,40 MB] und "Werkzeug Ontologie" [7,81 MB]. Integral und im Faksimile werden sie im Schriftenanhang wiedergegeben.

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