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Winfried Schmitz-Esser, berufsständische Initiativen

Als sich Schmitz-Esser 1970 mit dem Einsatz des Computers in Pressearchiven beschäftigt, trifft er auf eine durch und durch konservative, technikfeindliche, zerklüftete Standesszene: Es gab Pressearchivare, Rundfunkarchivare, Filmarchivare, und wo immer in der Wirtschaft Dokumentare saßen, kreiste ihre Tätigkeit um Dokumentenverwaltung und Mikroverfilmung. In den Medien war der Begriff unbekannt. Berufsbild und Ausbildung fehlten, ebenso Standesprestige. "Wer nicht gut genug schreiben und nicht schnell genug laufen kann, den schicken wir ins Archiv", war geläufige Praxis.

Mit einer solchen Ressource war schlecht innovieren. Zusammen mit Gleichgesinnten müht sich Schmitz-Esser deshalb um Professionalität, Ausbildung und ein neues, einheitliches Berufsbild. Das gelingt ihm durch sein Engagement in den nicht weniger zerklüfteten berufsständischen Vereinigungen. Von ihnen sind drei zu nennen:

  • Fachgruppe 7 (Presse-, Rundfunk- und Filmarchivare) des Vereins Deutscher Archivare VDA
  • Verein Deutscher Dokumentare
  • Deutsche Gesellschaft für Dokumentation (DGD), die in Frankfurt das Lehrinstitut für Dokumentation (LID) unterhält

Zehn Jahre später ist die Vorstellung vom Berufsbild "Mediendokumentar" durchgedrungen. Bis jedoch das Curriculum die Hochschulen erreicht, dauert es noch einmal zehn Jahre. Aber da zeichnet sich schon ab, dass es bald durch die Informationstechnik überholt sein würde.

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